Warum gibt es so viele Löwen auf der Piazza della Signoria?

Der Begriff Marzocco ist von unsicherer Etymologie, aber aus dem lateinischen “martius” = Mars ab zu leiten. Eine weitere Erklärungen ist, dass Marzocco die Kontraktion des Wortes Martocus ist, welches kleiner Marte bedeutet. Die berühmteste dieser Darstellungen ist zweifellos die von Donatello.

Dante hat die Überzeugung, dass die Stadt von Florenz ursprünglich Mars gewidmet war. Dies wird auch in der göttlichen Komödie erwähnt. Die Statue des römischen Gottes in der Nähe der Ponte Vecchio angeordnet wurde durch die Flut von 1333 überwältigt.

Im vierzehnten Jahrhundert – zumindest bis zum Schwarzen Tod (Pest) –  neben dem Palazzo Vecchio, auf dem Via della Ninna, behielt die Herrschaft eine wahre Menagerie von Löwen, mit dreißig Tieren, so dass die Straße in der Tat Via dei Leoni genannt wurde.

In der florentinischen Republik war der Marzocco oder Marzucco ein Löwen-Symbol der Volksmacht. Die Tradition des Totemtieres in den italienischen Städten des Mittelalters war sehr stark, besonders in Nord- und Mittelitalien (Pisa und Forlì hatten den  Adler, Lucca den Panther, Pistoia den Bär, Florenz den Löwe, Arezzo das Pferd, Siena die Wölfin und Venedig den Löwe); diese Identifikation spiegelt sich in vielen Bürgerwappen oder in vielen totemistischen Waffen und Tierverbänden wider; die Gewohnheit, Exemplare zu halten und zu exponieren (natürlich, wenn es um Tiere in der Natur ging), galt als Zeichen von Macht und Reichtum.

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Why are there so many lions in Piazza della Signoria?

The term Marzocco is derived from uncertain etymology, but from the Latin “martius” = Mars. Another explanation is that Marzocco is the contraction of the word Martocus, which means little Marte. The most famous of these representations is undoubtedly that of Donatello.

Dante is convinced that the city of Florence was originally dedicated to Mars. This is also mentioned in the Divine Comedy. The statue of the Roman god located near the Ponte Vecchio was overwhelmed by the flood of 1333.

 

In the fourteenth century – at least until the Black Death (plague) – next to the Palazzo Vecchio, on the Via della Ninna, the reign kept a true menagerie of lions, with thirty animals, so that the road was indeed called Via dei Leoni. 

In the Florentine Republic, the Marzocco or Marzucco was a lion symbol of the people’s power. The tradition of the totem animal in the Italian cities of the Middle Ages was very strong, especially in northern and central Italy (Pisa and Forlì had the eagle, Lucca the panther, Pistoia the bear, Florence the lion, Arezzo the horse, Siena the wolf and Venice the Lion); this identification is reflected in many citizen crests or in many totemistic weapons and animal groups; the habit of keeping and exposing specimens (of course, when it came to animals in nature) was considered a sign of power and wealth.

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Where were you on 27.05.1993?

Certain data are engraved in our minds. For me it is the date 27.05.1993 when the attack on the Via dei Georgofili in Florence was committed.
I lived in Florence for 14 months – because of love – and found myself that day with my future husband and parents on the sea in Tonfano. There, in the age of no mobile phone, Twitter, Facebook and WhatsApp on the radio, we have received the message that the heart, the civilian center of Florence, has been injured by an assassination attempt.
“La strage di via dei Georgofili”, as the assassination is officially called, has become deeply engraved in the Italian and above all in the Florentine soul. In Florence, this Sunday – 25 years later – many will remember this massacre and lay down flowers in quiet devotion. Five lives were wiped out 25 years ago by this Mafia attack, wiping out a family of four: a 39-year-old father, his 36-year-old wife, 9-year-old and 50-day-old daughters, and a 22-year-old student. People who would be in the middle of their lives today.
Almost exactly a year before the attack in Florence, mafia hunter Giovanni Falcone was murdered in Palermo. Under the highway 500 kilos of explosives were deposited, which were ignited in the passage of Falcone and his wife. Two months after Falcone’s death, his friend and mafia hunter Paolo Borsellino was also the victim of an explosive attack.
I pass via dei Georgofili almost every day. I always stop with my guests for a brief moment, in memory of this assassination, to those innocent people who have given their life and look up to the sculpture of Roberto Barni, “Passi d’oro” – the golden steps – this is the emblematic figure of a man who begins his journey, standing on the edge of a knife, protruding from the wall next to a closed window twenty meters high, does not rise alone, but brings along five other smaller figures – memories of the victims The golden sculpture represents art in its constant attempt to overcome tragedy.
25 years ago on 27.05.1993 I was by the sea but Fabrizio, Angela, Nadia, Caterina and Dario were unfortunately in Via dei Georgofili …

Die historische Orgel der Badia Fiorentina

Die historische Orgel der Badia Fiorentina spielt eine zentrale Rolle im liturgischen Leben der Gemeinschaft.

Diese wurde von Onofrio Zeffirini da Cortona erbaut, welche diese im Juli 1558 fertigstellte. Die Orgel von der Badia Fiorentina ist eine der ältesten und wichtigsten Orgeln von Florenz und ein wichtiger Teil des reichen italienischen Orgelerbes

Während die Badia Fiorentina in den folgenden Jahrhunderten verändert und umgestaltet wurde, blieb die Orgel nahezu intakt und wurde nur dem Geschmack der jeweiligen Epoche angepasst. Der Zustand der Orgel, die wir heute sehen, stammt aus dem Jahr 1632 nach einer Umgestaltung der Kirche; 1782 fügte der Organist Tronci eine Trompete und ein Kornett hinzu, glücklicherweise ohne die anderen Teile der Orgel zu verändern.

Im Jahr 1978 restaurierte der Florentiner Organist Pier Paolo Donati die Orgel der Badia Fiorentina und beseitigte die von Tronci hinzugefügten Umgestaltungen. Die restaurierte Orgel wurde im Juni 1979 mit einem Konzert von Gustav Leonhardt eröffnet und in den folgenden Jahren von vielen berühmten Organisten aus der ganzen Welt besucht und bespielt.

Onofrio Zeffirini da Cortona (Toskana) baute 1558 die Orgel in der Badia Fiorentina. Die florentinische Abteikirche gehört seit 1998 der Ordensgemeinschaft „Fraternité de Jerusalem“ Nach dem Tod von Domenico di Lorenzo (1525) entwickelte sich Zeffirini zum bedeutenden Orgelbauer der Toskana mit Werken in Siena und Pisa. Er starb im Jahre 1580.

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Wo waren Sie am 27.05.1993?

Gewisse Daten prägen sich in unseren Köpfen ein. Bei mir ist es das Datum 27.05.1993 als das Attentat in der Via dei Georgofili in Florenz verübt worden ist.

Ich lebte seit 14 Monaten in Florenz – der Liebe wegen – und befand mich an diesem Tag mit meinem zukünftigen Mann und meinen Eltern am Meer in Tonfano. Dort hat uns im Zeitalter ohne Mobiltelefon, Twitter, Facebook und WhatsApp über Radio die Meldung erreicht, dass das Herz, das zivile Zentrum von Florenz, durch ein Attentat verletzt worden ist.

“La strage di via dei Georgofili” wie das Attentat offiziell heißt, hat sich tief in die italienische und vor allem in die florentinische Volksseele eingegraben. In Florenz werden an diesem Sonntag – 25 Jahre danach – viele in stiller Andacht an dieses Massaker erinnern und  Blumen niederlegen. Fünf Menschenleben wurden vor 25 Jahren durch diesen Mafia Anschlag ausradiert, eine vierköpfige Familie ausgelöscht,: einen 39-jährigen Vater, seine 36-jährige Frau, ihre 9-jährige und 50 Tage alten Töchter sowie ein 22-jähriger Student. Menschen welche heute in der Mitte Ihres Lebens stehen würden.

Fast genau ein Jahr vor dem Attentat in Florenz wurde in Palermo der Mafia-Jäger Giovanni Falcone ermordet. Unter der Autobahn waren 500 Kilo Sprengstoff deponiert, die bei der Durchfahrt von Falcone und seiner Frau gezündet wurden. Zwei Monate nach Falcones Tod wurde auch sein Freund und Mafia-Jäger Paolo Borsellino Opfer eines Sprengstoffanschlags.

Ich komme fast täglich bei der via dei Georgofili vorbei. Mit meinen Gästen halte ich immer für einen kurzen Moment an., in Erinnerung an dieses Attentat, an diese unschuldigen Menschen welches ihr Leben gelassen haben und hinauf schauend zur Skulptur von Roberto Barni, „Passi d’oro” – die goldenen Schritte – diese ist die emblematische Figur eines Mannes, der seine Reise beginnt, die auf Messers Schneide steht, die von der Wand neben einem geschlossenen Fenster, zwanzig Meter hoch, hervorsteht. Er steigt nicht alleine auf, sondern bringt fünf weitere kleinere Figuren mit – Erinnerungen an die Opfer. Die goldene Skulptur repräsentiert die Kunst in ihrem beständigen Versuch, die Tragödie zu überwinden.

Vor 25 Jahren am 27.05.1993 war ich am Meer aber Fabrizio, Angela, Nadia, Caterina und Dario waren leider in der Via dei Georgofili…

 

Attività della Scuola Toscana dal 28.05.2018 al 01.06.2018

28.05.2018   Orientamento –  giro città, con Silvia alle ore 16.00 davanti al portone della Scuola Toscana

29.05.2018  Visita alla Basilica Santa Croce, con Maria, alle ore 16.00 davanti al portone della Scuola Toscana

30.05.2018  Giro di orientamento sui capolavori del genio di Brunelleschi, con Silvia, alle ore 16.00 davanti al portone della Scuola Toscana

01.06.2018  Aperitivo con la Scuola Toscana, con Mariella, alle ore 19.00 davanti al portone della Scuola Toscana

02.06.2018 Andiamo sulla Barca sull´Arno, con Mariella, alle ore 10.00 davanti al Portone della Scuola Toscana

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Orsanmichele a jewel of Gothic art

Orsanmichele is one of the most important Florentine architectures of the fourteenth century, the result of numerous renovations and functional events.

In the place where until the twelfth century was the oratory at S. Michele in Orto in 1290 Arnolfo di Cambio erected a lodge that was intended for the grain trade. This burned in 1304 and in 1337 Francesco Talenti started a new project to rebuild an even larger loggia-market; the construction ended in the year 1404 and the old building was raised by 2 floors.

This church of Orsanmichele was originally the grain market. The tabernacles decorating the four sides of the exterior had been under the patronage of the Medieval guilds and contain famous statues (mostly reproductions since the originals have been moved to museums) including Donatello’s magnificent St. George.

The building was completed after a long period of interruption in the works, between 1380 and 1404. It still constitutes a unique example of adherence to the most ornate and decorative styles of the late European Gothic architecture, desired by the Signoria as “templum” in stature et forma palatii “instead of the old loggia del Mercato del Grano, on the main road that connects Piazza del Duomo with Piazza della Signoria.

Inside the church of Orsanmichele is a jewel of Gothic art, the tabernacle by Orcagna (1355).

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